Wallerfischen einmal abwechslungsreich

Welsfischen kann so unterschiedlich sein: Es gibt zahlreiche Methoden und Montagen, die beim Welsfischen zum Erfolg führen. Allerdings sind die Methode und die richtige Montage abhängig von den äußeren Bedingungen und der Aktivität der Welse. Dies will ich nun mal exemplarisch anhand von zwei Beispielen aus den letzten Wochen erläutern. Vor gut drei Wochen war ich mit einem Freund auf einem Baggersee und wir entschieden uns dafür, das Wallerholz als Lockmittel einzusetzen. Wie sich später herausstellte, war diese Methode an diesem Abend die richtige Wahl. Das Wallerholz wird meist eingesetzt, um die weniger aktiven Fische zum Biss zu verleiten. Es dauerte auch gar nicht lange, bis dann die ersten Welse auf dem Echolot erschienen. Unter genauer Begutachtung unserer Tauwurmbündel ließen sie sich wieder zu Boden fallen. Eine „hartnäckige Ausnahme“ verharrte aber um ca. 22 Uhr auf der Anzeige des Echolots. Wir konnten zwei Köder sehen, einen auf 6 m und einen auf 8 m. Der Köder auf 8 m gehörte meinem Freund, ich bot meinen auf 6 m an. Zwei bis drei Mal wechselte der Wels die Position und nahm schließlich meinen Köder auf 6 m Tiefe. Das Echolotsignal war schon recht eindeutig, das musste ein besserer Fisch sein. Die Black Cat Clonker ist eine meiner absoluten Lieblingsruten. Ihre traumhafte Aktion mit dem gewaltigen Rückgrat lässt jeden Anbiss und Drill, egal wie groß der Fisch ist, zu einem tollen Erlebnis werden. Nach wenigen Minuten durchbrach ein 1,75 m großer Wels die Oberfläche und wir konnten ihn kurze Zeit später sicher landen.

Aktives Fischen auf aktive Fische, da kommt einem sofort das Spinnfischen in den Sinn. Dabei muss ich sofort an die Situation vor zwei Tagen denken. Ich sitze im Auto, als mein Handy klingelt. Bernhard, ein guter Freund, ist am anderen Ende der Leitung und meint aufgeregt, dass er zwei Welse an der Oberfläche im Rheinhafen ausmachen konnte. Ob ich denn nicht eine Welsspinnrute im Auto hätte, fragte er.
 


Glücklicherweise hatte ich eine dabei und nahm Kursänderung in Richtung Rheinhafen auf. Zwei Angler – eine Welsspinnrute. Da Bernhard die Welse ausgemacht hatte, überließ ich ihm als erstes die Black Cat Joy Stick. In diesem Moment lag der Rheinhafen aber mit einer spiegelglatten Oberfläche vor uns. Die ersten Würfe brachten daher noch keinen Erfolg. Im schätzungsweise zehnten Wurf dann eine Situation, die ich so auch noch nie gesehen habe: Bernhard zog den Gummifisch die Steinpackung entlang in Richtung Wasseroberfläche. Im Schlepptau ein ca. 170cm langen Wels.

Uns stockte der Atem, das Herz raste. Leider ging dem Köder „das Wasser aus“ und der Wels tauchte wieder ab. Weitere Würfe brachten keinen Erfolg mehr und Bernhard übergab mir die Rute. Auch hier dauerte es nur ein paar Minuten, bis richtig Action entstand. Ein mächtiger Rumms durchfuhr die Rute, sofort kreischte die Bremse der Cabo auf. Ein Wels hatte den Gummifisch gepackt, keine Frage.

Im Stillwasser ohne Hindernisse hat ein Wels an richtig ausgelegtem Gerät eigentlich keine Chance. Ich fischte die Black Cat Joy Stick mit der 960er Cabo, die mit einer 38er geflochtenen Schnuzr bespult war. Mit diesem Gerät hatten wir den Wels nach etwa fünf Minuten soweit, dass wir ihn landen konnten.

Aktive Fische lassen sich ab und an an der Oberfläche beobachten. Meist sind dies dann auch die Fische, die sich mit der Spinnrute überlisten lassen. Wie bereits erwähnt: wählt man die richtige Methode zur richtigen Zeit und dazu das richtige Gerät, lässt der Erfolg nicht lange auf sich warten.

Daniel Katzoreck
(www.raubfisch-xxl.de)

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